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MIT HUNDEN DURCH DIE MENSCHENWELT

über mich

Vor ca. 13 Jahren fing das hier alles an. Meine erste Hündin zog bei mir ein. Nicht weil ich Hunde schon immer toll fand, sondern weil es eine willkommene Ablenkung von dem war, dass ich da während meines Studiums machte. Während meines Soziologiestudiums arbeitete ich mit Hunden in einer Pension. Von Gassigängen mit Betreuungshunden, dem täglichen Auslauf mit 20–30 Hunden bis zum Leiten von sogenannten Spielstunden umfasste meine Arbeit dort jegliche Bereiche mit Hunden und den dazugehörigen Menschen. Auch Weiterbildungen waren dabei auf der Tagesordnung.

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Jetzt reise ich mit 5 Hunden durch die Welt der Menschen und merke, welches Missverständnis allein in unseren Worten stecken kann. Und auf der anderen Seite erlebe ich unter meinen Hunden eine Ruhe und eine Kommunikation, die im Widerspruch zu dem steht, was man sich über Hunde erzählt.

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Deswegen zeige ich Menschen, wie sich ein Leben mit Hunden anfühlen kann, wenn man sich mit sich selbst auseinandersetzt. Hunde sind für mich ein Türöffner geworden, der mir ermöglicht, mit den Menschen über sich selbst zu sprechen. Und viele da draußen leben an sich selbst vorbei. Und unsere Hunde merken das. Hundetraining ist für mich der Versuch, etwas Oberflächliches zu haben, wodurch man vermeintlich im Gespräch ist. Genau wie wir Menschen auch eine gewaltfreie oder bedürfnisorientierte Sprache lernen, anstatt auf uns selbst zurückzugreifen.

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Wir haben aufgehört zu kommunizieren. Und trotzdem haben Hunde und viele Menschen da draußen eine Sehnsucht nach etwas, das sie sich selbst wieder spüren lässt. In meinen Augen ist dies das Prinzip von sozialen Lebewesen, die aufeinander reagieren und dabei aufeinander eingehen können. Nur müssen es beide auf die andere Seite schaffen, damit ihnen das gelingt.

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Ich möchte gemeinsam mit Menschen diese Brücke bauen. Über die nicht nur sie selbst laufen sollen, sondern der ihr Hund auch bereit ist, ihnen zu folgen. Um dies zu ermöglichen, helfe ich Menschen, ihre soziale Kompetenz aufzubauen, die ihnen, genau wie vielen Hunden, genommen worden ist. Dieser gemeinsame Nenner lässt Menschen und Hunde einen Hauch davon spüren, welche gemeinsame Geschichte zwischen Hunden und Menschen existiert.

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Hunde besitzen die Möglichkeit, uns wieder menschlich zu machen. Und ich zeige dir, was das bedeutet.

Folge meiner Reise mit Hunden durch die Menschenwelt. Lass dich von meinem Blog, Podcast und meinen Videos zum Nachdenken anregen. Tauche ein in eine Welt, in der Freiheit und Selbstständigkeit wieder Werte der Vernunft sind, und lass all die Methoden und das Training hinter dir. Werde menschlich, sodass Hunde dich verstehen.

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Und hast du keinen Hund, dann bist du hier trotzdem richtig. Denn manche brauchen den Türöffner und manche machen die Tür von alleine auf. Beide sind bei mir willkommen.

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Bis ich mich entschloss, meinen eigenen Hund zu haben. Davor übernahm noch eine Deutsche Dogge aus der Pension ab und zu den Platz auf meiner heimischen Couch. Später sollte sie der Lieblingshund meiner Hündin werden. Generell war meine Hündin Neila ein Sonderfall. Sie war sowohl bei den „normalen“ Hunden als auch bei den „unverträglichen“ Hunden. Ich konnte an ihr also viel beobachten. Nur die normalen Dinge wie Leinenführigkeit, Jagen und Hundebegegnungen außerhalb der Pension waren eine Katastrophe.
 

Für Leckerlis war meine Hündin zu schlau. Sie biss in die Leine, ließ los und erwartete ein Leckerli. Und ehrlich gesagt, hielt ich da schon mehr von Hunden als simple Artisten, die ein Kommando ausführen. Was ich bei Neila gesehen habe, faszinierte mich an Tag eins. Wie sie mit anderen Hunden umging, war für mich zu dem Zeitpunkt eine Welt, in der ich mich immer weiter verlor. Nicht im negativen Sinne. Ich war begeistert von dieser zwischenhündischen Interaktion.
 

Nachdem ich die Hunde untereinander sah, war es immer wieder spannend zu sehen, wie die Hunde waren, als sie von ihren Menschen abgeholt wurden. Völlig ausgewechselt. Ich erinnere mich vor allem an eine Vizsla-Hündin, die sich angepinkelt hat, während Frauchen versuchte, sie mit ihrer Tasche abzuwehren. Auch Karli war unter Hunden souverän. Doch alleine an der Leine flüchtete er vor Straßen und ging nur auf 10 Meter an sie ran. Das Ende der Geschichte besteht darin, dass ich meine Bachelorarbeit im Bereich der Soziologie über den gesellschaftlichen Wert des Hundes geschrieben habe.
 

Während dieser Arbeit wurde mir bewusst, dass es noch eine vollkommen andere Welt mit Hunden gibt. Fernab von Hundetraining. Ich bilde mich weiter, nahm an Seminaren teil und arbeitete in einer Hundepension mit aggressiven Fällen aus Beschlagnahmungen und aus Tierheimen.

Ich legte meinen Fokus immer mehr darauf, den Menschen hinter dem Hund zu verstehen. Das war übrigens auch die Leistung der Hunde, die ich bis dahin kennenlernen durfte. Denn sie haben mich dazu gebracht, mich wieder für den Menschen zu interessieren. Bis dahin war da mehr ein ablehnendes Verhalten. Hunde zeigten mir, dass es auch eine natürliche Reaktion auf Menschen gibt, die zum Beispiel mehr auf andere schauen als auf sich selbst, mit Schuldgefühlen oder Ängsten zu kämpfen haben oder den Hund nur aktiv oder passiv dafür nutzen, um sich abzulenken.
 

Für Menschen mit Tiefgang und Hunden mit Anpassungsschwierigkeiten.
 

Nach einer Weile kam mein zweiter Hund. Koba. Eine Vollkatastrophe zwischen Angst und Hormonen hatte ich Millisekunden, in der er so gewirkt hatte, dass ich existieren. Unter Hunden war Koba einfach nur genial. Als müsste er nicht denken und wüsste genau, was zu tun ist. Hörte er einen Knall oder einen Schuss, sprang sein Gehirn an, er lief weg und kam kurz darauf wieder zurück zu mir. Mit diesem Hund zusammenzuleben, war ganz anders. Man könnte ihn nicht zu stark einschränken, aber auch nicht zu viel Freiheit geben. Und bei allem, was nicht ganz passte, zeigte Koba sofort, dass etwas nicht stimmt. Er reagierte extrem auf Schwankungen im Miteinander. Das war auch das erste Mal, dass ich mich verstanden gefühlt habe. Denn diese Sensibilität kenne ich von mir auch.
 

Das, was Koba unter Hunden machte, wurde zu meinem Job, das mit Menschen zu machen. Wir trainierten nicht. Weder die Menschen noch die Hunde. Wir klärten auf und verdeutlichten die wesentlichen Grundbedingungen für ein Miteinander. Doch Koba passte nirgendwo rein. Er war der Spielverderber auf der Hundewiese. Zu unruhig für andere, zu stürmisch. Auch meine Kunden verdeutlichten, dass meine Art sie nicht immer fröhlich stimmte.
 

Im Gegensatz dazu wurde meine Arbeit immer tiefer. Ich wollte Menschen verstehen, die mit dem Hund positiv trainieren, die mental mit ihren Hunden sprechen, die körpersprachlich arbeiten und die jede wissenschaftliche Erkenntnis über Hunde sofort parat haben. Auch andere Bereiche wie Rettungshunde, Mantrailer oder Hundesportler erweckten mein Interesse, um die Menschen dahinter zu verstehen.

Ich entwickelte verschiedene Ideen, um meiner Denkwelt einen Namen zu geben. Ich begann mit Hundeleben, ging über zur KUNST DES ZUHÖRENS, wollte verdeutlichen, dass man die ganze Sache auch leben muss, und nannte mich LIVING THE DOG. Wollte die ganze Hundewelt kritisieren mit CANIS CRITICA und resignierte am Ende als Streuner und baute ein MINDSET, das den Streuner (STRAY) von den Haushunden und normalen Menschen abhob.

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